Mittwoch, 29. Juli 2015

Running with a view- meine liebste Laufstrecke Berlins

Manchmal ist es schwer sich zum Laufen zu motivieren. Erst vor einigen Tagen wollte ich mein Sofa nicht verlassen und konnte mich doch noch von der Motivation meiner Laufbegleitung anstecken lassen, als ich gehört habe wohin es ging: an die Rummelsburger Bucht.


Dieses wunderbare Fleckchen Erde liegt ziemlich genau an den Grenzen von vier Bezirken: Lichtenberg, Treptow- Köpenick, Neukölln und Friedrichshain- Kreuzberg. Über einen kleinen Nebenarm und dem Hauptarm der Spree entsteht die Halbinsel Stralau.


Direkt wenn man an der Rummelsburger Bucht ankommt, hat man einen wunderbaren Blick über ebendiese. Besonders in den Abendstunden tummeln sich hier Läufer, Radfahrer oder einfach nur Freunde, die quatschen, ein Bierchen trinken und dabei die Abendsonne genießen. Weiter Richtung  Norden haben sich ein paar kleinere Partylocations angesiedelt, die aber vollkommen in das Bild passen, wie das Jugendschiff „ Freibeuter“.  Auf der anderen Seite der Bucht angekommen, könnten die Kontraste nicht größer sein: alte Lagergebäude und moderne Reihenhäuser stehen direkt nebeneinander und passen doch zu gut zusammen.


Insgesamt ist die Bebauung der Insel Stralau eher modern und wirkt sehr exklusiv, aber diese einzelnen Klinkergebäude passen doch so gut dazu.



Wenn man die Schiffsanlegestellen erreicht hat, hat man schon fast die Hälfte der Strecke geschafft und muss nur noch durch eine kleine Parkanlage (mit einer öffentlichen Toilette! Kann manchmal sehr nützlich sein, so etwas am seiner Laufroute zu haben hihi) auf die andere Seite der Insel. Dem Sonnenuntergang entgegen, läuft man nun wieder Richtung Treptower Park an Anglern oder Grüppchen vorbei, die sich ihren Klappstuhl an diesen schönen Ort mitgebracht haben. 


Jetzt heißt es Endspurt! Der letzte Kilometer geht direkt auf die Treptower Brücke zu und knickt ab, um wieder auf die andere Seite der Halbinsel Stralau zu gelangen, wo wir gestartet sind.


Für mich als Bewohnerin des schönen lichtenberger Teilbezirks Friedrichsfelde, ist die Rummelsburger Bucht nur etwa 4km entfernt und von mir mit Bus (S- Bahnhof Ostkreuz oder Treptower Park) oder dem Rad zu erreichen.
Um einmal um die Bucht und die Insel Stralau zu laufen, braucht man etwa 5km, weshalb mich die Strecke schon seit Beginn meiner kleinen Läuferkarriere begleitet. Da die Insel Stralau fast vollständig bebaut und durch quer verlaufende Wege durchkreuzt ist, kann man diese Strecke aber auch als absoluter Anfänger laufen und abkürzen. Für ambitionierte Läufer ist es super, dass man die Strecke fast beliebig Richtung Plänterwald verlängern und bis zum Marathon so ziemlich alles trainieren kann, was mich unheimlich glücklich macht, denn das bedeutet, dass mir diese Strecke noch ziemlich lange erhalten bleibt und nie zu kurz oder unpassend wird.


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Freitag, 24. Juli 2015

Wenn Sportler heiraten- der Junggesellinnenabschied meiner lieben Freundin Jenny

Ist es nicht schön, wenn man langsam in das Alter kommt, in dem die Freunde anfangen zu heiraten und man als Gast einfach mal schon gucken kann, wie das alles abläuft. In Kürze werde ich bei meiner ersten Hochzeit dabei sein und freue mich schon wie verrückt darauf. Aber was kommt vor der Hochzeit? Richtig ein bombenmäßiger JGA!
Jenny und ich kennen uns (wie sollte es anders sein) durch das Laufen. Wir sind beide im Club der Töchter und haben uns durch verschiedene Läufe und Laufveranstaltungen kennengelernt und sind durch das gemeinsame Hobby und gemeinsame Kochabende richtige Freunde geworden.

Als ich zu ihrer Hochzeit und auch dem JGA eingeladen wurde, habe ich mich unheimlich gefreut und als ich die Planung des Tages gehört habe, gleich noch ein bisschen mehr, denn was würde besser zu einer Marathonläuferin passen als ein gemeinsamer Frauenlauf mit ihren Mädels.

Der Tag hat für uns alle recht früh gestartet. Um 9 haben wir uns alle an der Rummelsburger Bucht getroffen und wurden von dem wunderbaren Wetter überrascht. Ich war in Strumpfhose und Strickjacke völlig auf schlechtes Wetter eingestellt, welches jedoch bis zum nächsten Tag gewartet hat. Erste Amtshandlung: von den überflüssigen Klamotten befreien, 2. Amtshandlung: die Braut mit Sektchen begrüßen. Ich habe glaube an dem Tag so viel getrunken, wie schon lange nicht mehr.

Unsere schöne Braut Jenny mit bester Laune
Mit dem Boot ging es dann die Spree hinauf bis nach Charlottenburg, vorbei am Alexanderplatz, Berliner Dom und dem alten Berliner Stadtkern. Die Sonne hat uns ordentlich verwöhnt, sodass wir beinahe unseren Ausstieg verpasst hätten.


Extra für den JGA zeigte sich Berlin von seiner besten Seite
 Voller Panik „Müssen wir jetzt vom Boot? Ja, das ist wirklich unser Ausstieg“, „Wo ist die Braut?“, „ Die ist auf Klo!“, „Verdammt!“. Ich könnte heute noch über dieses perfekte Timing lachen. Der Sekt und die Sonne haben uns einfach die Zeit vergessen lassen. Sehr nett war auch, dass wir überhaupt mitgebrachten Sekt auf dem Boot schlürfen durften, aber da sind die Berliner ja hartgesotten.
Von Charlottenburg aus ging es weiter zum Olympiastadion, wo bereits alles für den Craft Women's Run bereit stand. Unsere Jenny hat das Glück einen wunderbaren Verlobten zu haben, der ihr schon die Sporttasche gepackt hat, mit allem was dazu gehört von den Laufschuhen, zum Laufoutfit für jegliche Wetterlage bis zu Haarbürste und Sport- BH. Würden die beiden nicht eh bald heiraten, hätte ich gesagt „Halt dir den warm, Jenny, der kann mitdenken!“. Leider ist unsere Braut trotz vieler Sportoutfits in der Lage festzustellen, wenn ihr etwas im Kleiderschrank fehlt (würde mir wahrscheinlich erst nach 2-3 Wochen auffallen) und hat schon eine kleine Vorahnung gehabt, aber gefreut hat sie sich zum Glück trotzdem.


Nach dem stärkenden Mittagspicknick mit Peniskeksen und noch mehr Sekt ging es nun endlich an den Start, alle ausgestattet mit Pinken Laufshirts und Strumpfband. 





Die Strecke war nicht der Brüller. Für alle die schon mal den Color Run oder auch den B2run mit gemacht haben, war die Strecke sehr bekannt, aber die Möglichkeiten auf dem Olympiagelände sind auch etwas begrenzt. Die Stimmung bei uns war trotzdem gut und das sogar bei der „Nicht- Läuferin“ die sich tapfer mit uns ins Ziel gekämpft hat. Besonders haben uns die Spränkler gefallen, die zweimal auf der Strecke für Abkühlung gesorgt haben.


Nach dem Lauf haben wir uns besonders auf das obligatorische alkoholfreie Bier gefreut und unsere prallgefüllten Finisher Bags abgeholt, die mit Sekt, Wärmepflaster, Duschgel und vielem weiteren, was das Mädchenherz erfreut, ausgestattet waren.



Danach ging es zum Tagesabschluss in die Wohnung der Trauzeugin. Was da noch passiert ist, bleibt unser kleines Geheimnis aber es war noch seeeehr spaßig. Hihi kicher kicher.

Liebe Jenny und lieber Jens,
dieser JGA war ein wunderbarer Startschuss für Eure Hochzeit.
Lasst Euch auf den letzten Metern nicht zu sehr stressen,
denn am Ende wird eh alles gut, wenn ihr Mann und Frau seid.
Liebste Grüße und Küsse,
Eure Adrienne


Montag, 20. Juli 2015

Motivationsboost Laufcommunity: boostberlin mit den Hahner Twins

Als ich anfing zu laufen, konnte ich kaum 2km laufen ohne direkt ein Sauerstoffzelt zu brauchen. In der Gruppe bin ich direkt auf 3,5km gekommen und habe nach circa zwei Jahren Training dieses Jahr meinen ersten Halbmarathon geschafft. Whoop whoop! Das Laufen in der Gruppe motiviert ungemein. Man gibt weniger auf, weil alle anderen noch diesen letzten Kilometer laufen, man läuft häufiger, weil man viel weniger allein ist und man hat einfach mehr Spaß. Ich muss ganz ehrlich sagen: allein laufen ist scheiße! Also für mich jedenfalls. Ich kann mich allein vielleicht ab und zu zu einem 5km Läufchen motivieren, aber könnte mich allein nie auf eine Marathondistanz pushen und bewundere alle, die so viel innere Stärke haben. Ich besitze diese leider nicht und weiß daher auch, dass ich ohne Laufcommunity nie so weit gekommen wäre, wie ich es jetzt bin. 



Seit Anfang Juni bin ich auch Mitglied bei boostberlin einer von Adidas organisierten Laufgruppe. boostberlin steht für Urban Running und teilt sich auf die Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Schöneberg und Charlottenburg, wo je zwei Hosts die Läufe organisieren und unterstützen.
Um boostberlin etwas bekannter zu machen, ruft Adidas regelmäßig zu Community Runs auf, wo mit Stickern und Kreidespray der jeweilige Kiez zugepflastert wird.




Am Freitag ging es nach Charlottenburg und Mitte und das mit ordentlich prominenter Unterstützung: Anna und Lisa Hahner. Wer jetzt denkt die beiden sind aus Film und Fernsehen bekannt, der täuscht sich. Aus dem Fernsehen könntet ihr die Gesichter zwar kennen, aber eher von Marathon Live Übertragungen, als aus dem Trash TV. Die beiden Zwillinge aus Hünfeld sind nicht nur DIE deutsche Laufhoffnung, sondern auch besonders für ihr sonniges Gemüt bekannt, welches bei langen Läufen, wie etwa dem Berlin Marathon in 2014, immer wieder zu sehen ist und einfach Freude beim Zuschauen und mitfiebern macht. Diese beiden persönlich zu treffen war ganz besonders, vielen Dank dafür. Herausgestochen ist, wie natürlich und nett sie waren. Die Hahner Twins haben sich perfekt in die Laufgruppe integriert, dass ich manchmal gar nicht mitbekommen habe, dass ich einige Zeit direkt neben und hinter ihnen gelaufen bin (LEIDER!), weil sie sich mit verschiedensten Mitgliedern von boostberlin über Gott und die Welt unterhalten haben.



Insgesamt war dieser Lauf mein liebster boostberlin Lauf bisher und das lag nicht unbedingt an dem Sticker kleben, Fahnen schwingen und vom Boostbus anfeuern/anhupen lassen. Ich mochte ganz besonders gern, dass dies der erste Lauf war, wo alle wirklich beisammen geblieben sind. Ich muss sagen, dass ich schon häufiger mit einem schlechten Gewissen von einem Boostlauf gegangen bin, weil ich einfach das absolute Schlusslicht war. Und ich meine nicht Schlusslicht im Sinne von „Ich bin die letzte in einer Traube von Menschen“- Schlusslicht, sondern eher „ich weiß nicht wo ich langlaufen soll, weil alle so weit vor mir sind, dass ich sie nicht mehr sehe“- Schlusslicht (und das trotz 2 Jahren Training). Aber man merkt, dass boostberlin daran arbeitet und das finde ich wirklich lobenswert.
Nach dem Lauf gab es im Boost Loft noch Obst und eine ordentliche Ladung Pizza für alle! Naja, außer für mich, da ich eine Tomatenallergie habe, aber die Wassermelone war auch sehr lecker!

Ich kann jedem, der überlegt sich einer Laufcommunity anzuschließen, nur empfehlen das auch zu tun. Es ist nicht nur geteiltes Leid ist halbes Leid, sondern viel mehr geteilte Freude ist doppelte Freude.




Ein ganz besonderer Dank geht an Felix von www.technchili.de, der so lieb war mir diese wunderschönen Fotos zur Verfügung zustellen. Schaut auf jeden Fall mal vorbei!