Dienstag, 30. September 2014

Der Sunsetrun von Nike ohne Sonne aber mit ganz viel Feuer, Action und Kuschelstimmung

Hallo ihr Lieben,

vor einigen Tagen habe ich mich für den Nike Sunset Run auf Facebook angemeldet und mich direkt darauf gefreut. Als ich dann einen Tag vorher den Wetterbericht gecheckt habe, wurde ich dann sehr traurig: 60% Regenwahrscheinlichkeit am Abend. Na super, Sunsetrun ohne einen einzigen Sonnenstrahl, dafür schön durchnässt, am Besten noch irgendwelche Planks auf nassem Boden oder ähnliche Späße. Aber ich bin ja nicht aus Zucker und war auch einfach zu neugierig was noch passiert, da der Run unter dem Motto "Wenn du den Sprung wagst, ohne lange nachzudenken- sei dabei!" stand.
Am Freitag um 15 Uhr hieß es dann: schnell im Büro umziehen, ab zum Bus und die neuen Mädels aus meiner Laufgruppe treffen (hat immer ein bisschen was von Blind Date :D), um schon zusammen zum Nike Store in der Tauenzinstraße zu fahren, denn um 16:30 sollte das Event schon losgehen.
Dort angekommen wurde gerade noch die Anmeldung, die Garderobe und die Fotobox (macht doch immer Spaß oder?! :D) aufgebaut, also schauten wir noch schnell, was der Sale so zu bieten hatte.

Langsam füllte sich der Store mit Mädels in bunten Laufschuhen, alle mit dem selben gespannten Ausdruck im Gesicht. Was passiert wohl? Irgendetwas mit einem Sprung! Worte wie Bungeejumping oder Base Flying gingen durch den Raum, doch keiner hatte irgendeine Ahnung.
Doch dann ging es los. Jede erhielt ein weißes Shirt, welches  mit dem Motto bedruckt war und es kam eine Durchsage: "Wir gehen jetzt alle raus und nehmen dann den Bus!" Bus? Ernsthaft Bus? Ich dachte wir laufen?
                                                                                                             Photo by Nike

Naja, auch gut, das wird schon durchdacht sein, so waren meine Gedanken. Doch spätestens als ich den Bus oder besser gesagt die Busse von weitem sah, wurden wir alle ganz kribbelig und haben uns nur noch gefreut. Jedes Fenster war mit bunten Motivationssprüchen beklebt und das allseits beliebte JUST DO IT durfte auch nicht fehlen. Als jeder einen Sitzplatz gefunden hatte ging sie los die wilde Fahrt.

                                                                                                                                                      Photo by Nike




Einige Impressionen aus dem Inneren des Busses

Oh ja, busfahren in der Berliner City ist nicht immer ein Spaß! Stop and Go in der Rush Hour bei zugeklebten Fenstern und ohne die kleinste Ahnung, wo es hingeht und wann der Bus bremst oder anfährt, lösten bei mir eine leichte Übelkeit aus. Nach circa der Hälfte der Fahrt kam zum Glück eine super Ablenkung in den oberen Bereich unseres Doppelstockbusses gestolpert: 2/3 der Band Rider's Connection. Die fröhlichen, berlinernden Herren haben uns mir ihrer Mischung aus Akustikgitarre, Schmusestimme und Beatbox ordentlich eingeheizt, mit Klassikern wie "Ring on Fire" oder "Ich wär so gern wie du" aus dem Dschungelbuch.


Rider's Connection

Die lustigste Situation war, als die beiden uns Mädels, die schon die ganze Zeit gerätselt und durch die Schlitze in den Fenstern geschmult haben, um heraus zu finden, wo wir denn sind, ausgeplaudert haben, dass es zur Insel der Jugend ging! "Oda solltn wir dit nich sagen?" Und damit war klar: unser 7,5 km Lauf ging entlang der Rummelsburger Bucht. Ein Heimspiel also, da diese wunderschöne Route um die Halbinsel Stralau herum sowohl zu den meist belaufenen Strecken Berlins zählt, als auch sehr nah an meinem Wohnort liegt.
                                                                                                             Photo by Nike

Nach einem kurzen Warm Up startete der Lauf und ich merkte schnell, wie unfit ich während meiner krankhietsbedingten Pause geworden bin. Unglaublich wie schnell das geht! Nach etwa 2,5 km bekam ich kaum noch Luft und mir wurde erneut schlecht, sodass ich nur noch gegangen bin und etwa eine Hälfte der Strecke auf der Insel abkürzen musste. Leider habe ich dadurch DAS Highlight des Laufs verpasst. Den Sprung nämlich! Dieser war aber nicht aus der Höhe, wie viele vermutet haben, sondern über Feuer! Ich war echt etwas traurig, als ich mich, nachdem ich meine Abkürzung nur gegangen bin, der Gruppe auf die letzten 2 Kilometer wieder joggend angeschlossen habe, aber wenn der Körper nicht kann, dann muss man es ja auch nicht übertreiben.

                                                                                                             Photo by Nike

Glücklicherweise war das noch lange nicht das letzte Highlight des Tages. An einem Verlassenen Gebäude, warteten einige (sorry) scharfe Kerle auf uns und beeindruckten sogar eingefleischte Sportler mit Sprüngen über eine Gruppe von 20 Mädels, Saltos und lustigen Tanzeinlagen. Nike weiß halt was Frauen mögen!


                                                                                                             Photo by Nike
                                                                                                             Photo by Nike

Und noch immer war unser Run nicht zu Ende. Nach einem weiteren Kilometer erreichten wir unser Ziel und ich konnte kaum wegschauen. Eine wunderschöne Location, geschmückt mit Fackeln und angestrahlten Bäumen, wo bereits Getränke, Müsliriegel und Wraps, sowie Decken und Handtücher auf uns warteten.


Nach dem Essen, Trinken und Aufwärmen wartete eine Fotobox der anderen Art auf uns: diesmal wurde das Foto im Bocksprung geschossen, was in mir Horrorvisionen auslöste (ich kann das einfach nicht und habe immer freiwillig meine 5 abgeholt) und daher meinen sportlichen Begleiterinnen den Vortritt gelassen und bewundert wie eine nach der anderen über den Bock gesprungen ist, als wär es nichts!



                                                                                                             Photo by Nike

 Mein Liebling war dann eher die Telefonzelle, welche auch für schöne Fotos einlud.
Das letzte (und auch schönste) Highlight des Abends war ein kleines Konzert mit Elif, welche nicht nur eine großartige Sängerin, sondern auch begeisterte Läuferin ist. Besonders schön war dabei die Stimmung, welche entstand, als sie über die Entstehungsgeschichte einiger Songs sprach und nicht nur sie, sondern auch wir anderen vor der Bühne einen Klos im Hals hatten.

                                                                                                              Photo by Nike

So standen wir da, in Decken gekuschelt, einen Drink in der einen und eine Wunderkerze in der anderen Hand, neben Fackeln und Heizpilzen, leichter Nieselregen von oben und Elifs wunderschöne Stimme, welche zugleich sanft und kraftvoll ist, vor uns. Die Atmosphäre war einfach perfekt und ein toller Abschluss dieser insgesamt sehr runden Veranstaltung, welches eindeutig von den Events, welche ich bisher mit gemacht habe, das schönste war.
Vielen Dank dafür Nike!

                                                                                      Photo by Nike

Montag, 22. September 2014

Wiedereinstieg in den Sport nach einer Krankheit

Wer richtiger Sportler ist, kriegt schon bei dem bloßen Gedanken daran, mehrere Wochen keinen Sport machen zu dürfen Hummeln im Hintern und wird ganz unruhig. Nicht nur für das Aussehen des Körpers, als auch für das körperliche und seelische Wohlbefinden ist Sport für viele essenziell.

Doch warum ist Sport treiben bei Krankheit verboten, wenn es doch sonst so gesund ist?

Alle Sportarten regen das Herz- Kreislauf- System und damit die Durchblutung der Muskulatur an und durch den daraus resultierenden erhöhten Sauerstoffverbrauch auch die Herzschlagfrequenz. Für einen gesunden Körper wird das Herz dadurch trainiert, und leistungsstärker gemacht. Bei einem kranken Körper jedoch wird das Herz- Kreislauf- System durch etwa Fieber bereits so stark beansprucht, dass jede weitere Belastung dem Körper schadet. Sport kann die Viren dazu anregen sich weiter im Körper zu verbreiten. Schwerwiegendste Folge davon kann eine Herzmuskelentzündung sein, welche in den schlimmstes Fällen zur einer lebenslangen Beeinträchtigung im Training führen kann oder sogar zum Tod. Empfohlen wird bei Fieber eine Sportpause von mindesten einer Woche nach Abklingen des Fiebers.
Bei manchen Krankheiten, wie dem Pfeifferischen Drüsenfieber, kann es sogar zu einer Schwellung der Milz bis hin zum Milz Riss kommen, deswegen ist Sport hier streng verboten, wobei man durch die Schwächung wahrscheinlich eh keine Kraft dafür hat. 


Erlaubt ist, aus meiner Sicht, Sport nur bei leichtem Kopfweh oder Verdauungsstörungen und kann dabei sogar zur Besserung beitragen (OBACHT beim Joggen bei Verstopfungen! Dabei kann die Verdauung gerne mal so angeregt werden, dass das Ganze im wahrsten Sinne nach hinten los geht und das will niemand von euch!!!)

Wie kommt man nun nach einer längeren Pause wieder in das gewohnte Fitnessprogramm?

Zu erst muss ich Euch sagen: keine Hektik! Auch wenn ein Wettbewerb bevor steht, solltet Ihr nicht sofort wie vor der Erkrankung weiter trainieren oder das Pensum wegen der verlorenen Zeit sogar erhöhen, sondern langsam anfangen und gut auf Euren Körper hören. Kein kurzfristiger Erfolg dieser Welt kann Euch das geben, was Euch ein gesunder Körper gibt! Also denkt langfristig und tastet Euch wieder an Eure Form heran. Ich nutze immer die Faustformel "so lang wie ich krank war, gebe ich auch meinem Körper wieder Zeit in Form zu kommen" also, wenn ich zwei Wochen krank war, taste ich mich über zwei Wochen an meine Form wieder heran und plane das Training auch genau (zum Beispiel 50% Leistung in der ersten Woche, 75% in der zweiten und ab der dritten dann wieder 100% um es mal ganz einfach zu machen). Wenn ihr dabei merkt, dass auch 50% Euch noch zu viel sind, dann verlängert Ihr die Zeit einfach nach Eurem Gefühl. Wenn Ihr Euch dann wieder fit fühlt, schnürt die Laufschuhe, Boxhandschuhe oder den Gewichthebergürtel wieder und startet voll durch!



Das Wichtigste auf einen Blick:
  • hört auf Euren Körper
  • erholt Euch
  • macht bei/ nach einer Krankheit lieber zu wenig als zu viel Sport
  • plant Euren erneuten Einstieg
Bitte passt auf Euren Körper auf, ihr habt nur einen!

Kussi Eure Adrienne